Experiment · Android & Termux
OpenClaw auf einem Android-Handy
Ich wollte OpenClaw ausprobieren. Auf meinem Arbeitsrechner wollte ich es dafür nicht installieren. Dort liegen Projekte und Zugänge, die mit dem Experiment nichts zu tun haben. Ein Hinweis auf X brachte mich auf eine einfachere Möglichkeit: OpenClaw auf einem alten Android-Handy laufen lassen.
Das Gerät war ohnehin ungenutzt. Android bringt Akku, WLAN und einen eigenen Rechner mit, und mit Termux lässt sich darauf eine Linux-Umgebung betreiben. Ob das Setup ohne Root funktioniert und wo Android Probleme macht, musste ich erst herausfinden. Ich habe die Recherche mit Agenten unterstützt und die Schritte anschließend in einem Repository zusammengeführt: PhoneClaw.
Ein separates Gerät für den Test
Der Grund für das alte Telefon war die Trennung vom Arbeitsrechner. Das macht den Versuch überschaubarer, aber nicht automatisch sicher. Das Handy hat weiterhin Netzwerkzugriff und kann auf Dienste zugreifen, für die ich Zugangsdaten hinterlege. Ich behandle es deshalb als Testgerät und gebe ihm keine Zugänge, die es dafür nicht braucht.
Ein Android-Handy ist dabei kein Server-Ersatz für wichtige Anwendungen. Android kann Prozesse beenden und Apps im Hintergrund einschränken. Für einen Test, bei dem ein Ausfall höchstens bedeutet, dass ich den Dienst neu starte, reicht es mir.
Termux, SSH und ein paar Skripte
PhoneClaw dokumentiert die Installation von Termux und OpenClaw und enthält Skripte für Einrichtung, Start, Status und Wartung. Die Befehle tippe ich am Rechner ein und führe sie über SSH auf dem Telefon aus. So muss ich keine langen Kommandos auf einer Touch-Tastatur eingeben.
Der Ablauf hängt an ein paar Android-spezifischen Details. Die Termux-Version muss passen, Android darf die App nicht laufend in den Ruhezustand schicken, und OpenClaw braucht Pfade, die mit Termux funktionieren. Beim Setup werden dafür Abhängigkeiten installiert und die nötige Umgebung eingerichtet. Die README führt durch die einzelnen Schritte.
Für den Zugriff auf das Dashboard bleibt das Gateway standardmäßig an localhost gebunden. Vom Rechner aus kann ich den Port per SSH weiterleiten. Das hält den Dienst aus dem lokalen Netzwerk heraus, solange ich ihn nicht ausdrücklich anders konfiguriere.
Grenzen des Setups
Nach einem Neustart des Telefons startet OpenClaw nicht von selbst. Android ist kein dauerhaft verfügbarer Server, und Termux braucht passende Akku-Einstellungen, damit der Prozess bei ausgeschaltetem Display weiterläuft. Für den dokumentierten Grundfall starte ich den Dienst manuell und prüfe mit den mitgelieferten Skripten, ob er läuft.
Die Installation ist außerdem kein Beleg dafür, dass OpenClaw auf jedem Android-Gerät gleich läuft. Gerät, Android-Version und Energiesparregeln können sich unterscheiden. Ich habe PhoneClaw als nachvollziehbaren Installationsweg gebaut, nicht als Zusage für einen wartungsfreien Betrieb.
Die Anleitung ist das Ergebnis
Mich hat an dem Versuch vor allem interessiert, ob sich der Weg so festhalten lässt, dass jemand anderes ihn nachbauen kann. Agenten haben mir geholfen, Installationswege und mögliche Stolpersteine zu recherchieren. Die Auswahl der Schritte und die Prüfung des Setups blieben trotzdem meine Aufgabe.
Die vollständige Anleitung und die Skripte liegen im PhoneClaw-Repository. Dort stehen auch die Voraussetzungen und die Hinweise für den Zugriff. Wer es ausprobiert, sollte die README Schritt für Schritt durchgehen und das Telefon als separates Testgerät behandeln.